Die Nürnberger „Zeppelintribüne“. Besucher im Damals/Jetzt-Vergleich

Die „Nürnberger „Zeppelintribüne“ wirkt wie ein Relikt aus einer fernen und „dunklen“ Vergangenheit. Wir zeigen Besucher, die bis 1945 die Tribüne besucht hatten. Warum? Wir finden den Damals/Jetzt-Vergleich der Fotostandorte emotional sehr interessant. Keine Marschierer, sondern Menschen, die privat die Anlage besuchten. Eine Zeitreise.

Zum Einstieg ein Paar – eventuell frisch verlobt oder er auf Heimaturlaub. Sie lassen sich auf einer Treppe im östlichen, sprich rechten Bereich der Tribüne fotografieren. Zeitreise: links der Standort des Paares (Oktober 2020).

Hier der rückwärtige Blick auf die „Zeppelintribüne“ – ein junger Soldat lässt sich fotografieren. Die Steinplatten links sind noch original erhalten.

Der Blickwinkel eines privaten Besuchers von der „Zeppelintribüne“ herunter (östlicher Zugang zum „Zeppelinfeld“). Die Aufnahme entstand während eines „Reichsparteitages“. Fahnen auf den Türmen und Besuchermassen auf den Stehrängen.

Ein Soldat lässt sich während des Krieges vor der „Zeppelintribüne“ fotografieren (auf den Steinstufen sind Tarnnetze ausgelegt). Zeitreisen-Effekt: links der aktuelle Blick des Fotografen.

Keine Soldaten, sondern eine Familie (Oma, Mutter und Kind). Links der aktuelle Blick.

Der berühmte Fotograf Robert Capa schoss vor dem 22. April 1945 (Hakenkreuz noch nicht gesprengt) zwei von den Blickachsen her sehr interessante Aufnahmen. Hier die erste.

Hier die zweite Aufnahme von Robert Capa. Unserer Recherche nach muss der Fotograf ganz unten vor der Tribüne gestanden haben.

Zum Abschluss das Paar des ersten Motivs nun seitlich vor der „Zeppelintribüne“ – zusammen mit einer weiteren Frau. Die Blickachse Jetzt ist nicht genau identisch. Die massiven Leitplanken wären optisch“ im Weg gewesen.